Antonia ist in Lateinamerika aufgewachsen und nun im Badischen zu Hause. Sie liebt hier die Nähe zum Schwarzwald und die Lage im Dreiländereck. So fühlt sie sich mittendrin in Europa! So schön es hier auch ist, sie findet, es gibt noch viel zu tun und deswegen engagiert sie sich seit März 2021 bei den Grünen, und hier vor allem als Co-Sprecherin im AK Internationales.
Warum Grün?
Umweltbewusst, feministisch, zukunftsorientiert, inklusiv und vor allem mit einer regen Debattenkultur – ich glaube nicht, dass sich das noch in einer anderen Partei so finden lässt. Dass sich hinter den ganzen Ideen auch so vielfältige und tolle Menschen verbergen, durfte ich jetzt ganz konkret im KV Freiburg erleben. So macht das gemeinsame Diskutieren und Organisieren einfach Spaß!
Welche politische Entwicklung bereitet dir derzeit am meisten Sorge?
Ganz klar der weltweite Rückgang intakter Demokratien und der Verfall bereits sicher geglaubter Institutionen und Rechte. Ich glaube, uns fallen allen einige brandaktuelle Beispiele dafür ein. Die Aufhebung von Roe v. Wade in den USA beispielsweise zeigt uns doch, dass wir wachsam bleiben müssen und nicht aufhören dürfen, uns für das, was uns wichtig ist, auch einzusetzen.
Welche politische Entwicklung bereitet dir derzeit am meisten Freude?
Ich sehe, dass die Politik vermehrt auf wissenschaftliche Erkenntnisse und Expertise zurückgreift. Es ist höchste Zeit, dass das enorme Wissen und die Ideen, über die wir als Gesellschaft verfügen, nun den Weg in die Anwendung finden.
Mit welcher Persönlichkeit würdest du gerne einmal eine Wanderung auf den Schauinsland machen? Was würdest du sie fragen?
Ich würde mich total gerne mit Omid Nouripour unterhalten. Ich würde ihn ganz einfach fragen, wie er es schafft, so viele internationale Entwicklungen im Blick zu behalten und dabei so pragmatisch und humorvoll zu wirken.
Dein Rat an Tourist*innen: Was sollte man in Freiburg unbedingt gemacht haben?
Ins Bächle dappen! Und den Tuniberg nicht vergessen: zwischen den Reben verstecken sich tolle Straußen und im Spätsommer ist das Opfinger Maislabyrinth für Familien wohl nicht zu toppen.
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